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Wenn das Alphabet zum Stolperstein wird
WENN DAS ALPHABET ZUM STOLPERSTEIN WIRD

Wenn Sie diesen Artikel ohne Stocken und Stolpern lesen können, gehören Sie ganz sicher nicht zu den geschätzten 7,5 Millionen Analphabeten in Deutschland. Ja, Sie haben ganz richtig gelesen: Laut Statistik sind es 7,5 Millionen. Eine erschreckende Zahl, die ganz und gar nicht zu unserer modernen Industrie-, Kultur- und Mediengesellschaft passt.

Jeder Elfte zwischen 18 und 80 Jahren kann also nicht oder nicht richtig lesen oder schreiben. Da fragt sich jeder: Wie kommt es, dass mir dies in meiner Familie, in meinem Freundeskreis, im Verein oder in der Firma noch nie aufgefallen ist?

Viele der Betroffenen haben eine Strategie entwickelt, mit der sie sich auch ohne Lesen bis zu einem gewissen Grad im Alltag oder Beruf zurechtfinden. Sie prägen sich sehr gut Farben, Formen und markante Punkte ein, um sich beim U-Bahnfahren, beim Einkaufen zurechtzufinden. Selbst in der Fahrschule ist das Ablegen der theoretischen Prüfung aufgrund der mit Bildern untermalten Fragen kein Problem. Auch ihren Namen und einzelne Worte können die meisten schreiben und lesen, aber keinen zusammenhängenden Text. Diese Unfähigkeit Buchstaben zu Wörtern und Wörter zu Sätzen zusammenzufügen, nennt man funktionalen Analphabetismus. Das ist die Form, die vorwiegend in den Industrieländern vorkommt.

Alle von ihnen hatten eine Schule besucht, haben aufgrund der vererblichen Leseschwäche Legasthenie nie richtig Lesen und Schreiben lernen können oder später aufgrund fehlender Lektüre das Lesen schlichtweg wieder verlernt. Man kommt also mit dieser Form des Analphabetismus recht weit, ungefähr so, wie wenn Sie im Ausland Urlaub machen und sie weder Schilder noch Warenbezeichnungen oder die Speisekarte verstehen.

Geht es jedoch um ein offizielles Schreiben, einen neuen Mietvertrag oder Arbeitsvertrag, einen Fragebogen oder eine Rechnung, bleiben diese entweder ungelesen liegen oder werden – was noch schlimmer ist – ungelesen unterschrieben. Die meisten haben auch eine Vertrauensperson, oftmals sogar die eigenen Kinder, die ihnen in solchen Situationen helfen.

Auf diesen Seiten wollen wir das Thema enttabuisieren und jeden von uns dafür sensibilisieren, besser auf seine Mitmenschen zu achten, ihnen Hilfen aufzuzeigen und Analphabetismus nicht als ein persönliches, sondern gesellschaftliches Defizit zu verstehen.

 

Bücher für Studenten
30.08.2011

Fängt das neue Semester an, ist regelmäßig Ebbe in der Kasse der meisten Studenten, alle Professoren haben wieder lange Literaturlisten erarbeitet und die wichtigsten Werke sind in der Unibibliothek, wie fast immer, verliehen. Lesen Sie den ganzen Artikel »

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Tipps für einen guten Start ins Schulleben
24.08.2011

Ende August – das bedeutet für alle Kinder: die Sommerferien gehen zu Ende und ein neues Schuljahr beginnt. Und natürlich gibt es auch wieder viele Erstklässler, die sich im Gegensatz zu den Größeren noch richtig auf die Schule freuen.
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Wie neu geboren: das Leben eines Ex-Analphabeten
01.08.2011

Zeitungen, Bücher, Warn- und Hinweisschilder, Emails, SMS, Formulare und Briefe – der größte Teil der Kommunikation, Unterhaltung, Wissensvermittlung und Information erfolgt über das geschriebene Wort. Als Analphabet blieben einem somit nicht nur viele Türen in der Arbeitswelt verschlossen, sondern auch die ganz alltäglichen Wege beim Einkaufen oder im Urlaub geraten nicht selten zu einer wahren Odyssee. Und so bewegen sich Analphabeten kaum aus ihrer gewohnten Umgebung heraus, verzichten freiwillig aufs Reisen, neue Bekanntschaften oder so selbstverständliche Dinge wie das Internet.

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Moderne Katalogsysteme erleichtern den Umgang mit der Bibliothek
20.07.2011

Bibliotheken werden meist genutzt, um sich über ein bestimmtes Thema zu informieren, weshalb Sachbücher besonders beliebt sind. Viele sehen den Vorteil darin, dass sie die Bücher für wenig Geld ausleihen können und sich nicht erst Exemplare kaufen müssen. Zudem ist diese Variante für viele schöner, als sich nur online zu informieren. Zusätzlich zum Sammeln von Informationen können auch Leseratten immer wieder neue Geschichten lesen, ohne sich stets neue Literatur besorgen zu müssen. Doch hauptsächlich werden Bibliotheken von Studenten für wissenschaftliche Arbeiten genutzt, weshalb es sich auch bei vielen um spezielle Unibibliotheken handelt, die nur zusätzlich für die Allgemeinheit dienen.

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